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Awareness · Curriculum

Hinschauen können ist lernbar.

Das Schulungskonzept im Überblick: drei Stufen, die Merkblätter zum Mitnehmen und ein Selbsttest, damit klar wird, worum es geht. Die Inhalte entstehen mit Leuten aus zwanzig Jahren Veranstaltungsbetrieb — nicht am Schreibtisch.

Das Curriculum

Drei Stufen, klar getrennt

Stufe 1 · 4 Stunden

Crew-Basics

Für jede Crew, vom Stagehand bis zur Bar.

  • Situationen erkennen — hinschauen statt wegschauen
  • Ansprechen ohne zu eskalieren
  • Die drei A: Ansprechen, Ablenken, Andere holen
  • Wann hole ich wen — Rollen am Event
Stufe 2 · 2 Tage

Awareness-Beauftragte

Für benannte Ansprechpersonen.

  • De-Eskalation vertieft, Übungsszenarien
  • Konsens und Grenzen
  • Psychische Erste Hilfe, Gespräche mit Betroffenen
  • Schnittstellen zu Sanität und Security
  • Dokumentation und Nachsorge
Stufe 3 · halbjährlich, 3 Stunden

Auffrischung

Für alle, die schon dabei waren.

  • Fallbesprechungen aus der Praxis
  • Rechtliche Neuerungen
  • Rollenspiele, neue Szenarien
Grundlage: Das Curriculum ist die Kursform des Fachbuchs „Soziale Sicherheit auf Veranstaltungen" (22 Kapitel, 28 Begleitdokumente, in der Bibliothek, Leseprobe frei). Die Schulung ersetzt nicht das Buch, sie übt, was darin steht.
Teilnahmebestätigung statt Zertifikat. Kompetenz zeigt sich am Event, nicht am Papier — und ein Schein, hinter dem keine Prüfung steht, wäre genau das, was hier nicht gemacht wird.
Unterlagen

So sehen die Merkblätter aus

Zwei Auszüge aus den Kursunterlagen — kurz genug für die Hosentasche, konkret genug für drei Uhr früh.

Stufe 1 · Crew-Basics

Einschreiten in vier Schritten

  1. Wahrnehmen

    Passt das Bild? Körpersprache, Abstand, Blicke. Im Zweifel hinschauen — nichts tun ist auch eine Entscheidung.

  2. Einschätzen

    Bin ich hier sicher? Brauche ich Unterstützung, bevor ich handle? Bei körperlicher Gewalt nie allein dazwischen — sofort Security oder Sanität.

  3. Handeln

    Ansprechen („Alles okay bei dir?"), Ablenken (Frage, Umlenkung, Situation unterbrechen), Andere holen (Awareness-Team, Security, Bekannte der Person).

  4. Nachsorgen

    Person nicht allein lassen, ans Awareness-Team übergeben, kurz melden was war — auch wenn es „nichts" war.

Stufe 2 · Awareness-Beauftragte

Gespräch mit Betroffenen — sechs Grundsätze

  • Die betroffene Person bestimmt. Tempo, Ort, was passiert — jede Entscheidung liegt bei ihr.
  • Nichts erzwingen, auch keine Hilfe. „Ich bleibe in der Nähe, das Angebot steht" ist eine vollständige Antwort.
  • Keine Bewertung. Keine Warum-Fragen, keine Ratschläge, was sie hätte tun sollen. Zuhören ist die Aufgabe.
  • Ruhiger Ort, freie Wahl. Rückzugsraum anbieten, mitentscheiden lassen, wer dabei ist.
  • Dokumentieren nur mit Einverständnis. Fakten statt Interpretation: Zeit, Ort, Maßnahmen. Personenbezug nur auf Wunsch.
  • Grenzen kennen, übergeben. Erstanlaufstelle, keine Therapie und keine Polizei. Sanität, Fachstellen und — nur wenn gewünscht — Behörden übernehmen.
Selbsttest

Sechs Situationen

Wie sie auf jedem Event vorkommen können. Kein Prüfungsdruck — nach jeder Antwort kommt die Erklärung. So funktioniert später auch das Lernmodul.

Crew schulen lassen?

Die Formate sind buchbar — Termin und Umfang werden individuell vereinbart.

Zu den Schulungsformaten →